Spendenübergabe Wendo e.V.

Pressebericht der Oberhessischen Presse vom 10.07.2020 von Katja Peters:

2000 Euro für mehr Selbstsicherheit
Zonta-Club spendet an Wendo, die ihr digitales Selbstbehauptungs-Angebot für Mädchen und Frauen ausbauen wollen Marburg. Sie wollen Frauen stark machen, ihnen mehr Selbstsicherheit geben, dass sie sich besser selbst behaupten können. Der Marburger Verein Wendo macht dies in Form von Kursen, der Serviceclub Zonta in Form von finanzieller Unterstützung für den Verein.
„Frauenförderung steht bei uns ganz oben auf der Agenda", sagt Kirsten Eckhard, Präsidentin des Marburger ZontaClubs. Ebenso ist Gewaltprävention ein Thema, womit die Mitglieder sich immer wieder auseinandersetzen. „Wir sagen ,Nein' zu Gewalt an Frauen", betont sie beim Besuch der Reitgasse 10, zusammen mit Christine Dersch, der Vizechefin des District Nummer 28, zu dem auch Marburg gehört.
Beide Frauen haben einen großen Scheck dabei, den sie an Nadine Seyler und Doris Kroll von Wendo überreichen
wollen. 2000 Euro hat der Club bei den verschiedensten Aktionen gesammelt und stellt das Geld jetzt für die Stärkung der Frauen zur Verfügung. Denn Wendo macht Frauen und Mädchen stärker – mit ihrem Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskonzept, das die Lebensrealität von Verunsicherungen, Einschüchterungen und Grenz-verletzungen im Blick hat.
Vor allem der Gebrauch von Worten und der Stimme wird trainiert. „Ein: ,Lass das!' ist besser als ein: ,Ich möchte das
nicht!'", erklärt Nadine Seyler und ergänzt: „Klare Botschaften bei grenzüberschreitender Gewalt sind sehr hilfreich."
Die Frauen und Mädchen lernen das präzise Beschreiben von dem, was da gerade passiert. Damit sollen mögliche Helfer aufmerksam gemacht werden. „Viele Männer verlassen sich darauf, dass Frauen nicht sprechen. Das wollen wir ändern", sagt Doris Kroll, eine der Kursleiterinnen.
Mit dem Geld soll das Angebot der digitalen Formate weiter ausgebaut werden. Gerade während der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, dass diese Angebote bei Wendo noch in den Kinderschuhen stecken. „Es soll ein Video entwickelt werden, außerdem ein interaktives Angebot, damit wir die Frauen auch über diese Kanäle
stärken können", beschreibt Nadine Seyler.
„Wir denken, dass diese Möglichkeiten auch langfristig eine Bereicherung unseres Programmes sind", so Doris Kroll, die sich auch interaktive Vorträge für die Zukunft vorstellen kann.